Lukas-Garten-Bahn

 

 

 

 

Im Sommer 2011 reifte in Valentin Lukas, beruflich Fahrdienstleiter bei den ÖBB, der schon lange schlummernde Wunsch, sich eine Gartenbahn zu bauen. Da gute Planung bekanntlich alles ist, informierte er sich bei Josef Kaufmann über die Feinheiten des Bahnbaues und trat auch gleich dem Club „Freunde der Mariazellerbahn-Modell“ bei. Weiteres Wissen wurde aus dem Internet, von Clubkollegen und aus Fachzeitschriften aufgenommen, um einen möglichst optimalen und fehlerfreien Start hinzulegen. Ziel war eine frostsichere Anlage mit Fahrzeugen österreichischer Schmalspur (Spur IIm) auf vernickelten Schienen, möglichst R5-Weichen - analog, große Radien, Bahnhofgleise mit mindestens 4m Nutzlänge, geringe Steigungen und eine Zimo-Digitalsteuerung für die Fahrzeuge. Gebaut sollte die Anlage im Garten unter Einbeziehung der Sträucher und der Geländegegebenheiten werden.

 

Vorhandene Exponate einer 40Jahre alten Kleinbahnanlage wurden verkauft. Eine Grundausstattung an Werkzeugen, Fahrzeugen und Gleisen wurde gekauft, zu Weihnachten stellten sich die ersten Geschenke für die Gartenbahn ein.

 

Der erste Bauabschnitt umfasste 2012 einen Achter mit einer Kehrschleife, 3Tunnel, 2 selbstgebaute Brücken und einen 3gleisigen Bahnhof. Durch großzügigen Fahrzeugzuwachs in den Jahren 2012 und 2013 wurde die Anlage zu klein. Der Winter 2013/2014 wurde für den Bau des Bahnhofes Stainz im Maßstab 1:22,5 genutzt. 2014 folgte der zweite Abschnitt mit einem Abstellbahnhof mit 4Geleisen im Carport und einer Gleiserweiterung mit Gleisdreieck und 2 zweigleisigen Bahnhöfen. Da es zuwenig Abstellgeleise gab, folgte 2015 ein unterirdischer Abstellbahnhof mit noch einmal 5Geleisen. Größer sollte die Anlage nicht mehr werden, da bei alleiniger Steuerung die maximale Übersichtlichkeit erreicht ist. Einzig ein Gleisdreieck beim unterirdischen Bahnhof zum Umdrehen der Züge wurde im Herbst 2015 noch begonnen und 2016 mit einer über 6m langen Brücke und einer zweiten Streckenanbindung vollendet.

 

2018 wurden sechs Weichen durch 3 Doppelkreuzungsweichen ersetzt und mit den dadurch gewonnenen Weichen der Bahnhof Stainz mit einem Betriebswerk mit zwei Heizhäusern, Bekohlung und Schlackengrube ergänzt. Außerdem gibt es noch eine Rollbockgrube und eine Rampe für Rollwagenbetrieb, um dem Besucher zu zeigen, wie damals Normalspurwagen auf die Schmalspur verladen wurden. Für 2019 ist eine Umstellung der noch vorhandenen analogen Weichen auf Digitalbetrieb mit einer neuen Zimo-Zentrale vorgesehen. Dann kann man auch mit einem Handy oder Tablet fahren.

 

Da mit der einhergehenden Gartengestaltung sich die Anlage zu einem wahren Schmuckstück gemausert hat, wurde auch die anfängliche Skepsis der Gattin überwunden und man ist gemeinsam stolz auf das Geschaffene. So wurde 2015 ein Tag der offenen Tür mit 100 Besuchern veranstaltet.

 

 

 

 

 

Anlagenstand 2018:

 

 

 

Bauzeit: ca. 2000 Arbeitsstunden seit 2012 (ca. 335 Stunden pro Jahr)

 

 

 

-293m Gleis,

 

-39Weichen (22 R5, 13 R3, 1 Y, 3DKW),

 

-2Gleisdreieck und eine Kehrschleife,

 

-4Bahnhöfe: >Stainz (dreigleisig, 2 Heizhausgleise,

 

                                     3 Ladegleise, Rollbockgleis,

 

                                     Rollwagengleis)

 

                       >Pöls a. d. W. (dreigleisig, 2 Stockgleise)

 

                       >Bad (dreigleisig)

 

                       >Zaun (zweigleisig)                  

 

-2Abstellbahnhöfe (vier- und fünfgleisig),

 

-3Brücken und 3Tunnel,

 

-Zimo-Digitalsteuerung mit Funk und Kabel zum Fahren,

 

-analoges Stellpult für 19Weichen, 23Weichen digital,

 

-17Loks, 2Triebwagen und ca. 75Waggons,

 

-an die 30 Gebäude, Autos, Figuren und Tiere.

 

 

 

Highlights sind der Bahnhof Stainz mit dem Flascherlzug und einer umgebauten HF11 810, eine Dampflok 399.03, ein Triebwagen VT5090, ein Komarek-Dampftriebwagen und viele kleine Details auf der Anlage.

 

 

 

Besichtigungen sind mit Terminvereinbarung möglich: Tel.: 0664-9982218 oder Mail: valentin_lukas@gmx.at